Am SEE



Rund um den Greifensee

Mit Arbeitskollegen unternahm ich währen meiner 10 Jahren in Zürich einige Ausflüge.


Eine dieser Eskapaden war die Teilnahme als Gäste an einer Greifensee-Rundfahrt, ein Radrennen einer Berufsorganisation. Ohne entsprechendes Training schafften es einige meiner Freunde nicht, und die welche am Ziel ankamen fielen vom Velo und konnten kaum mehr gehen.


Zur Etablierung besuchten wir ein nahegelegenes Restaurant und löschten ausgiebig unseren Durst und Hunger. Eine attraktive junge Serviertochter bediente und schäkerte mit uns. Ein noch aktiver Kollege fragte im Spass, ob sie bald Zimmerstunde habe. Sie Bejahte und lud alle ein, die gerne mit ihr kommen wollten – es sei nur 2 Etagen höher.


Alle wollten ihr den Spass nicht verderben und so stiegen wir in den 2. Stock. Als sie die Türöffnete, war das ganze Stockwerk ausgebrannt und schwarz. Nur ein verkohltes Klavier stand noch im Raum – mit nur schwarzen Tasten. Vor einer Woche hatte ein Brand das Haus bis auf das Restaurant im Erdgeschoss zerstört. Dort feierten wir mit der listigen Verführerin unseren «Reinfall».



Schiff ahoi!

Meine Zürcher Zeit verbrachte ich auch oft auf dem Zürisee, wo ich einen Klepper Master – ein Textil-Sportboot mit Segel und Aussenbordmotor von einem Kollegen erwarb. Da ich vom Segeln keine Ahnung hatte, überquerte ich den See erstmals mit Motor. Auf der linken Seeseite war eine grosse Messe – die SAFFA- mit einer Restaurant-Insel. Drüben angekommen umfuhr ich stolz diese Insel und winkte den Gästen, die an vollen Tschan sassen. Sie winkten zurück und luden mich zu einem Drink ein.


Den ich aber ablehnen musste, da ich weder das Boot noch den Motor im Griff hatte. Dieser gab dann auch bald den Geist auf und ich musste ihn mit einem Seil und einer Anlass-Schraube wieder beleben. Je mehr ich mich bemühte desto weniger Erfolg hatte ich. Aber mein Heiterkeitserfolg bei den Restaurantgästen war enorm. Sie beklatschten und befeuerten mich, aber auch ohne Erfolg.


Sauer und beschämt musste ich über den See zurückrudern. Als ich in Tiefenbrunnen bei meinem Bootsplatz ankam, war bereits tiefe Nacht!


Den Motor brachte ich bald wieder zum laufen und wieder zur See, aber nach einem

`Interview` mit der Seepolzei musste ich ihn abstellen und wieder zurückrudern! Das war das Ende meiner Züri-Seefahrten und auch des Bootes.

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