Fado de Lisboa.



Die SWISSAIR hatte für ihr Personal ein sehr attraktives Freiflug Reglement, das jedem Angestellten je nach Anzahl Dienstjahre einen Gratisflug oder einen zu besonderen Konditionen gewährte.


Mein erster Flug nach dem ersten Dienstjahr machte ich mit 3 verheirateten Kollegen nach Lissabon, um dort Silvester und Neujahr zu erleben. Unser Fug SR 150 flog Zürich-Genf-Madrid-Lissabon.


In Madrid endete SR 150 wegen Unwetter in Lissabon. Wir hatten keine Visa für Spanien (damals noch für Schweizer nötig) und mussten unsere Pässe hinterlegen und die Nacht im vorgeschriebenen Hotel verbringen – im Grand Hotel Plaza! Da anden folgenden 2 Tagen keine Stand-by Plätze frei waren, feierten wir Silvester im Hotel.


Am dritten Reisetag kamen wir in Lissabon an, wo meine Kollegen ein schönes Hotel gebucht hatten. Ich musste mich verabschieden, da die Kosten in Madrid mein Budget praktisch voll aufgebraucht hatten und ich mich auf eigene Faust organisieren musste. Der sehr hilfsbereite Swissair Vertreter Zimmerlivrwiese mich an die Pension Morais an der Avenida Libertad, wo ich ein Chambre Interieur zu umgerechnet Fr. 5./Tag bezog und mit je 3 Gängen mittags und abends zu diesem Preis wie ein Fürst lebte.


Mein erster Rundgang in die faszinierende Altstadt führte mich zu einer Bodega «Solar de Ereminia», was eine damals berühmte Fado-Sängerin war. Ich genoss Fado zum ersten Mal und war begeistert. Ich war der einzige fremde Tourist (an einem 3. Januar) und wurde entsprechend beäugt. Plötzlich gab Ereminia ihren Fado an den nächstgelegenen Tisch weiter und von dort ging der Song von Tisch zu Tisch. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich an der Reihe wäre. Was tun?


Ich sang «Vo Luzärn gege Weggis zue» und hatte einen Riesenerfolg, der sich dann auch verflüssigte.

Nach zahlreichen weiteren Besuchen ist Lissabon eine meiner Lieblingsstädte .

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